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Welt der Briefkästen – Wie bekommen Menschen Ihre Post?

Letztens haben wir uns nach einem kurzen Urlaub wieder geärgert, dass der Briefkasten mit Werbung zugemüllt war, obwohl wir ein Schild an unserem Briefkasten haben, der eindeutig sagt, dass wir keine Werbung wünschen. Ein Nachbar wies uns freundlich darauf hin, dass wir froh sein sollten, in dem Wirrwarr doch auch noch wichtige Post empfangen zu haben, in anderen Ländern und Regionen wäre es gar nicht typisch, dass man die Post ins Haus zugestellt bekommt. Diese Menschen wären froh. wenn sie überhaupt einen Briefkasten hätten. Das gab uns zu denken und wir recherchierten, wie man eigentlich in anderen Ländern und Regionen die Post bekommt. Dabei stießen wir auf unterschiedliche Arten von Briefkästen und Schwierigkeiten bei der Zustellung, die wie Ihnen natürlich nicht vorenthalten wollen. Kommen Sie mit auf eine kleine Reise zu den Briefkästen der Welt!

Briefkästen in aller Welt – eine kleine Entdeckungsreise

Auf unserer Reise durch die Briefkästen der Welt entdeckten wir kleine rote Fähnchen, Gemeinschaftsbriefkästen, teure Postfächer, offene Briefkästen, Drohnen und sogar Wäschetrommeln. In manchen Ländern empfängt man nicht nur Post im Briefkasten, sondern verschickt sie auch darüber. Es gibt die Briefkästen in allen möglichen Farben und Formen und auch in Deutschland ist die Vielfalt riesig. Auch wenn man in Deutschland nicht einfach alles als Briefkasten titulieren kann. Dennoch zeigen wir Ihnen viele tolle Ideen und unterschiedliche Gebräuche. Wir führen Sie nach Skandinavien, in die Schweiz und das ferne Afrika und schauen auch einmal über den großen Teich in die USA.

amerikanischer Briefkasten mit Fähnchen

Fähnchen zeigen in den USA

Wohl ein jeder hat schon einmal einen typischen amerikanischen Briefkasten gesehen. Sie sind meist auf einem Ständer befestigt, haben eine halbrunde Form und in so manchem Film quietscht ein kleines rotes Fähnchen einsam im Wind. Was hat es mit dem Fähnchen eigentlich auf sich? Die Briefkästen in den USA sind nicht nur dazu da, Post in Empfang zu nehmen, sondern dienen auch dazu, welche auf den Weg zu schicken. Liegen Briefe oder andere Sendungen bereit, die der Postbote mitnehmen soll, dann stellt der Besitzer des Postkastens das Fähnchen nach oben. Sind Sie ein Amerika-Fan und wollen auch eine US Mailbox haben? Gar kein Problem, denn sie sind auch in Deutschland zugelassen als Briefkasten und Sie können die coolen amerikanischen Briefkästen bei uns im Türklingel-Shop ganz einfach bestellen.

Wäschetrommeln als Briefkästen in Australien

In Australien begegnen uns Wäschetrommeln am Wegesrand. Darin befindet sich aber keine Wäsche, sondern sie dienen als Briefkästen. Unglaublich, aber solche Art Sammelbriefkästen finden sich hier in Australien in den unterschiedlichsten Formen. Hier stehen blecherne Milchkühe, Milchkannen und so manche ausgediente Blechbüchse, die man eigentlich in den Müll wirft – und alles dient als Briefkasten. Das muss ein Postbote auch erst einmal als einen solchen erkennen! Gerade in dünn besiedelten Gebieten machen aber die größeren Blechbüchsen oder Wäschetrommeln als Gemeinschaftsbriefkästen durchaus Sinn, denn sonst müsste der Zusteller extrem weite Strecken zu einzeln gelegenen Gehöften und Farmen zurücklegen und würde wohl nie in den Genuss eines Feierabends oder nur einmal im Monat vorbei kommen.

In Schweden und Norwegen zählt die Gemeinschaft

Auch in Schweden und Norwegen sind Gemeinschaftsbriefkästen ziemlich beliebt. Das ist praktisch und erspart dem Zusteller weite Wege bis an die Haustür. Die Schweden und Norweger lieben es, bei den Briefkästen so richtig kreativ zu sein. Sie hängen sie in kleine Häuschen nebeneinander, verzieren und bemalen sie oder bauen kleine Dächer über die Briefkästen. Die kreativen Sammelbriefkästen hängen nicht an den einzelnen Häusern, sondern stehen direkt an der Straße. Sie sehen wirklich wunderhübsch aus in ihrer bunten Vielfalt. Wer übrigens einen Brief aufgeben möchte, sollte nach Postkästen in gelber oder roter Farbe Ausschau halten. Die öffentlichen Postkästen sind daran ganz gut zu erkennen.

Offene Post in Finnland

In Deutschland achten Sie beim Kauf Ihres Briefkastens bestimmt darauf, dass dieser in jedem Fall abschließbar ist, damit Ihre Post vor fremden Augen geschützt ist. Das kennt man in Finnland überhaupt nicht. Die Briefkästen hier sind meistens nicht abgeschlossen. Theoretisch kann jeder einfach den Deckel öffnen und die Post herausnehmen. Doch die Gemeinschaft und das Vertrauen der Menschen untereinander ist in Finnland so groß, dass dies nicht zu befürchten ist. Übrigens legen die Finnen nicht so viel Wert auf die Gestaltung der Briefkästen wie die Schweden und Norweger. Die meisten Behältnisse für die Post und die Zeitungen sehen aus wie kleine Mülltonnen oder Mülleimer. Sie sind aus Plastik und meist einfach rot oder grün.

Auch die öffentlichen Postkästen für den Versand von Postsendungen sind ein wenig anders als in Deutschland beispielsweise. Es gibt Nummerierungen, die die Dringlichkeit versinnbildlichen. Je nachdem, wie schnell Ihre Post ankommen soll, stecken sie sie in eine der drei Prioritätsstufen.

Drohnen in der Schweiz

Manchmal ist es gar nicht so einfach, Briefe und andere Sendungen zuzustellen, da die Gehöfte sehr entlegen, sehr hoch oder durch Hochwasser, Schneeverwehungen und andere Naturgegebenheiten schwer oder gar nicht zugänglich sind. So gibt es für viele Inseln Postschiffe, die in regelmäßigen Abständen zu den Inseln fahren, um Post abzugeben und abzuholen. Meist denkt man bei solchen schwierigen Unterfangen, die Post zuzustellen an Regionen und Länder wie Afrika, Indien oder weit entfernte Inseln, doch auch mitten in Europa gibt es solche Schwierigkeiten. In den Höhenregionen der Schweiz beispielsweise beschweren sich Bürger immer wieder, dass ihre Post nicht oder nur extrem unregelmäßig zugestellt wird. Deswegen überlegt die Schweizer Regierung, Drohnen für die Zustellung von Paketen und Briefen in den Bergregionen einzusetzen.

Schulen als Briefkästen in Afrika

In Afrika ist es in vielen Regionen gar nicht selbstverständlich, dass man seine Post über einen Briefkasten bekommt. In einigen Ländern wie Kenia beispielsweise, werden Briefe und Päckchen nicht ins Haus geliefert. Man muss ein Postfach mieten und dort seine Sendungen abholen. Das ist aber oft so teuer und so weit weg, dass es sich viele Menschen nicht leisten können. Sie helfen sich damit, dass sie ihre Post einfach in die nächstgelegene Schule liefern lassen und sie dort abholen. Oft verteilen auch die Schüler die Post dann im Dorf.

Briefkasten Design pulverbeschichtet

Grenzenlose Individualität in Deutschland?

Wir in Deutschland haben das große Glück, dass wir nicht nur unsere Post direkt ins Haus bekommen, sondern auch viele Möglichkeiten haben, unseren Briefkasten ganz individuell zu gestalten. Viele verschiedene Modelle warten nur darauf, unseren Hauseingang zu zieren. Nostalgisch oder modern, in Messing, Edelstahl, pulverbeschichtet, als Gartenzaunkasten oder Standbriefkasten im amerikanischen Look – wir sind völlig frei in unserer Wahl des Briefkastens. Völlig frei? Nein, nicht ganz. Sie können nicht einfach einen Milchkübel oder eine kleine Tonne wie in Australien aufstellen, denn es gibt in Deutschland doch ein paar Regeln, wie der Briefkasten aussehen muss. Die Regeln beziehen sich aber nicht auf das äußere Erscheinungsbild. Jedoch ist es vorgeschrieben, dass der Briefschlitz so groß ist, dass ein DIN A4 Umschlag bequem hindurchpasst. Was Sie noch beachten müssen, wenn Sie Ihren Hausbriefkasten anbringen, können Sie bequem in unseren Beitrag  Briefkasten  anbringen – das muss man beachten nachlesen.

Haben Sie auf Ihren Reisen einen ungewöhnlichen Briefkasten entdeckt? Dann zeigen Sie ihn uns in den Kommentaren. Wir freuen uns über Ihr Feedback und tolle Geschichten rund um den Briefkasten von Ihren Reisen.


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