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Briefkastennormen und alle wichtigen Vorschriften

Über die Zugänglichkeit und die Größe des Briefeinwurfschlitzes bestehen derzeit 2 Normen. Die ältere ist die bisherige deutsche Norm DIN 32617. Diese regelt beispielsweise, dass Hausbriefkästen sowohl für die Zusteller als auch für die Empfänger frei und griffgünstig zugänglich sein müssen.

Darüber hinaus muss die Bedienung (Befüllung und Entleerung) des Kastens möglich sein, ohne das Haus zu betreten. Befinden sich bis zu 4 Wohneinheiten innerhalb eines Wohnhauses, müssen die Briefkästen an der Grundstücksgrenze angebracht werden. Dies wird lediglich außer Kraft gesetzt, sollte die Distanz zwischen Grundstücksgrenze und Hauseingang unter 8 Metern liegen.

 

Briefkastennormen

Briefkastennormen

Bei Häusern mit mehr als 4 Wohneinheiten sind die Briefkästen generell am oder unmittelbar vor dem Haus anzubringen. An dieser Stelle sei noch einmal erwähnt, dass die Nichteinhaltung dieser Vorschriften nach verschiedenen Urteilen, beispielsweise des Landgerichts Berlin, zu Mietminderungen führen kann.

Dazu zählen auch die Maße, die neuerdings durch die europäische Norm DIN-EN 13724 festgelegt sind. Der Grundsatz dieser Norm besteht darin, dass die Postwurfsendung einfach eingelegt werden kann und trotzdem ein Missbrauch durch Entwendung verhindert werden kann.

Bei einem Quereinwurf muss die Einwurfgröße zwischen 325 und 400 Millimetern liegen. Ein Längseinwurf muss eine Größe zwischen 230 und 280 Millimetern haben. Dazu kommt eine Einwurfhöhe von 30 bis 35 Millimetern. Die Mittelinie der Einwurföffnung (also die Mitte des Schlitzes) muss zwischen 700 und 1700 Millimetern der gesamten Einbauhöhe liegen; in Ausnahmefällen sind aber auch 400 bis 1800 Millimeter möglich.

Zur Überprüfung dieser Werte kann ein Briefumschlag der Größe C 4 herangezogen werden (mit 229 x 324 Millimetern).

Weiterhin fordert die europäische Norm genügend Schutz vor eindringendem Wasser und genügend stabiles Material (des Kastens und des Schlosses) um vor Einbrüchen zu schützen. Natürlich sind letztgenannte Kriterien keine Pflicht – sie werden allerdings zu einer Pflicht, wenn Produkte mit dieser Norm ausgezeichnet werden.

Wer als Käufer sicherstellen will, dass er ein Produkt ohne spezielle Überprüfung durch Messen oder Materialtests mit gutem Gewissen kaufen kann, kann er sich zum einen auf die Auszeichnung durch die EU-Norm stützen, zum anderen auf den einfachen Test mit einem C4 Umschlag.

 

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