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Briefkasten heute

Neben dem historisch entstandenen Postsystem gibt es heute viele Kommunikationsmöglichkeiten. Dazu zählt unter anderem der elektronische Versand von Nachrichten: E-Mails. Diese werden in einem elektronischen Briefkasten, Mailbox, gespeichert und haben einen großen Teil der herkömmlichen Briefpost ersetzt.

Der Begriff der Mailbox leitet sich dabei von dem englischen Begriff Briefkasten ab. Die nicht elektronische Variante der Mailbox in Amerika ist darüber hinaus weltweit bekannt. Besonders beeindruckend ist die Aufstellungsweise auf einem einzelnen Pfahl der an der Straße angebracht ist. Dieser ist meist schwarz und aus Aluminium gefertigt. Dieser klassische Briefkasten findet sich in den meisten amerikanischen Vorgärten und ist besonders wegen seines großen Fassungsvermögens bei vielen Amerikanern beliebt. Eine Besonderheit dieser – aus verzinktem Stahl oder Aluminium hergestellten – Box ist die integrierte Fahne, die der Briefträger beim Einlegen der Post aufrichtet und dem Besitzer damit signalisiert, dass er Post erhalten hat.

In Deutschland wird ein ähnliches Verfahren verwendet, allerdings ohne die charakteristischen Merkmale der amerikanischen Variante. Es handelt sich dabei um den freistehenden- oder Standbriefkasten. Dieser Briefkasten wird an keiner Wand montiert, sondern steht frei auf einem Gestell, dass direkt in den Boden einbetoniert, oder auf einer Bodenplatte befestigt werden kann. Dabei ist insbesondere darauf zu achten, dass diese Briefkästen einen besonderen Witterungsschutz benötigen, da keine Wand Regenschutz bieten kann. Für den freistehenden Briefkasten, der als Einzelkasten oder Briefkastenanlage vorkommt, werden unterschiedliche Materialien verwendet. Im Unterschied zu den herkömmlichen Briefkästen, kann bei freistehenden Kästen die Post vorne eingeworfen aber von hinten herausgeholt werden. Dies hat den Vorteil, dass weder der Briefträger das Grundstück betreten muss (bei einer Postierung direkt am Zaun beispielsweise), noch muss der Hausbesitzer das Grundstück verlassen.

Da viele Menschen früh morgens eine Zeitung geliefert bekommen, wird neben dem Briefkasten oftmals auch eine Zeitungsbox angebracht. Diese Erweiterung hat den Vorteil, dass auch Zeitschriften oder größere Sendungen einfach untergebracht werden können. Ebenso wird der Nachteil vermieden, dass die Zeitung oder Zeitschrift geknickt wird. Durch die Größe der Zeitungsbox können Verzierungen oder nostalgische Schriftzüge angebracht werden, was zu einem dekorativen und stilvollen Gesamtbild führt. Neben einem Zeitungskasten können aber auch Zeitungsrollen direkt unter dem Briefkasten befestigt werden.

Bei beiden Varianten gilt grundsätzlich, dass eine Montage in direkter Nähe des Briefkastens nicht zwingend erforderlich ist. In Firmen oder öffentlichen Einrichtungen finden sich oft private Briefkästen, die als Firmenbriefkästen bezeichnet werden. Die Idee hinter diesen, oft einfachen Kästen, besteht darin, dass Mitarbeiter, Kunden oder Interessierte die Möglichkeit haben Tipps, Sorgen oder auch Wünsche für die Verbesserung des Klimas oder der Arbeitsweise in anonymisierter Form in diesen Kasten einzuwerfen.

Im Laufe der Zeit entwickelt sich dann der Begriff des Kummerkastens. Daneben gibt es, ebenfalls oft bei Behörden anzutreffen, die Form des Nachtbriefkastens. Dieser ist dafür gedacht, dass wichtige Dokumente die fristgerecht abgegeben werden müssen auch noch nachts eingeworfen werden können. Stellt die Behörde eine Frist zur Einreichung der Dokumente aus, kann diese unter Umständen erst um Mitternacht enden. Durch die spezielle Konstruktion der Nachtbriefkästen, können eingeworfene Briefe oder Päckchen dann am nächsten Tag zeitlich eingeordnet werden und der betroffene Einwerfer kann in letzter Sekunde seine Frist einhalten.

Ebenfalls besteht eine Verknüpfung mit dem Begriff des toten Briefkastens. Dieser ist anders als alle anderen hier beschriebenen Briefkästen kein öffentlicher Briefkasten. Ebenfalls handelt es sich nicht – wie oftmals vermutet – um einen Briefkasten der zwar mal in aktivem Dienst stand aber jetzt nicht mehr benutzt wird. Vielmehr versteht man unter dem toten Briefkasten ein Versteck, welches lediglich der Weitergabe heimlicher Nachrichten dient. Dementsprechend kennen auch nur Übermittler und Empfänger den Ort dieses Briefkastens um zu verhindern, dass Nichtbefugte die Möglichkeit haben die Nachrichten abzufangen oder zu entdecken. Diese Form des Briefkastens ist in der Regel für Journalisten und ihre Informanten (die anonym bleiben wollen) von Bedeutung. Aber auch Erpresser verwenden diese Art der Nachrichten- oder Päckchenübergabe. Dabei informiert der Überbringer den Abholer nach dem Verstecken des Materials (ob Brief oder Paket) an einer dritten Stelle über die genaue Lage des toten Briefkastens. Natürlich wird diese Art der Nachrichtenübermittlung in der heutigen Kommunikationsgesellschaft kaum noch genutzt: Dennoch gibt es Ausnahmefälle in denen eine geheime Übergabe von Informationen von Bedeutung ist.


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